Wolf Garten Loopo S300

Einfach, mit App, für den kleinen Garten

  • 2019
  • Preisgünstig
  • Art: Lithium-Ion | Kapazität 7 Ah/12 V
  • ca. 90–120 Min/Ladezeit
  • 200 m²
  • ca. 8,5° (15 %)
  • 15–45 mm (manuell)
  • 18 cm
  • 11,5 kg
  • 64 | Gemessener Mittelwert: ca. 58 dB
  • 53 cm
  • 42 cm
  • 26 cm
  • Festsitzend
  • Nein (kein Display, Kinderschutz nur als Tastenkombination)
  • Installationsmaterial
  • Ja (Bluetooth)
Wolf Garten Loopo S300

Vorteile von Wolf Garten Loopo S300

  • Einfach zu installieren, einfach zu programmieren, bedienerfreundliches Design, App-Unterstützung, lange Mähzeit
  • Schwacher Motor, bleibt oft stecken, wenige Einstellungsmöglichkeiten, zerdrückt manchmal das Gras

Wolf Garten Loopo S300 ist ein kleiner, handlicher Rasenroboter, der einfach zu installieren ist – vor allem unter Verwendung der Smartphone-App. Im Prinzip muss man nur das Begrenzungskabel einrichten und auf dem Gehäuse des Roboters einfach auf „Go“ drücken. Im Falle eines Fehlercodes beginnt die Station zu blinken. Da ist es dann wichtig, die App installiert zu haben, um schnell nach der Fehlerquelle suchen zu können.

Da die Verbindung über Bluetooth läuft, funktioniert das relativ schnell und der Vorgang, das Smartphone mit dem Rasenmäher zu koppeln, ist leicht verständlich. Obwohl Loopo S300 kein Display hat, kommt man einfach mit dem Gerät in Gang. Ein großer Nachteil ist allerdings, dass man ihn entweder nur rund um die Uhr arbeiten lässt, oder ausschließlich einen einzigen Startzeitpunkt pro Tag auswählen kann, wobei er dann entweder 30, 60 oder 90 min lang in Betrieb ist. Es gibt keine Zwischenlösung, bei der man etwa sowohl Start- als auch Endzeit einstellt, was sich sehr einschränkend auswirkt.

Die App wiederum ist einfach zu bedienen, wenn auch die Auswahl der Funktionen sparsam ist.

Nicht so „smart“, doch einfach in der Anwendung
Loopo S300s ist nicht sonderlich stark. Das macht sich bereits bei 1 Dezimeter hohem Gras bemerkbar, wo er sich trotz seiner schmalen Schnittbreite anstrengen muss. Wird die Kapazität überschritten, werden die Messer außer Betrieb gesetzt und der Roboter fährt ein Stück weiter, um mit dem Mähen fortzusetzen. Außerdem verfügt er über kein Spiralsystem oder Ähnliches, wodurch er direkt zu Stellen mit etwas höherem Gras übergeht.

Die Konstruktion des Wolf Garten Loopo S300s ist bedienerfreundlich, die Tasten sind groß und haben deutlich sichtbare Symbole. In Bezug auf die Mähleistung lässt er aber einiges zu wünschen übrig. Der Rasenroboter hat an der einen Seite einen tiefen und niedrigen Kunststoffrand, der das Gras niederdrückt. Das wirkt sich manchmal negativ auf das Mähresultat aus, vor allem bei vereinzeltem Unkraut auf dem Rasen. Durch diese Konstruktion bleibt das Gerät auf unebenem Gelände auch oft stecken.

Und dieses Problem tritt auch auf ebener Fläche auf. Zu Beginn kommt das nur bei ungefähr jedem dritten Mal Mähen vor. In dem Maße, wie Erde und Gras sich zwischen den Spikes ansammelt, wird es schlimmer. Er bleibt dann immer öfter stecken, gräbt sich ein und das Gerät verschmutzt noch mehr. Bei feuchtem Gras spitzt sich diese Problematik weiter zu und führt zu einem kleineren Schlamassel. Daher muss Loopo S300 relativ oft gewartet werden.

Bei feuchten Verhältnissen verliert er bis zu einem gewissen Grad auch die Kapazität, Neigungen zu bewältigen. Er schlittert dann sogar bei nur sehr wenig Steigung. Und bergab besteht wiederum das Problem, die Geschwindigkeit zu drosseln. Die bei einer Neigung relativ hohe Geschwindigkeit wird dann problematisch, wenn sich unten an der Böschung ein Hindernis befindet und der Roboter mit verhältnismäßig hoher Kraft dagegen fährt. Ein anderes Szenario wäre eine Fahrt über das Begrenzungskabel, wo er dann zum Stehen kommen würde.

Gute Handhabung bei Betriebsausfall
Wenn der Mäher festgefahren ist, schaltet er sich ab, bevor der Akku vollständig entleert wird. Dadurch kann er wieder gestartet und in Position gebracht werden. So muss man ihn nicht zurück zur Station bringen, um auf eine erneute Aufladung zu warten.

Bleibt er nicht stecken, bewältigt der Rasenroboter eine relativ lange Mähzeit mit einem Ladevorgang. Mit anderen Worten gibt es unter Berücksichtigung des niedrigen Preises vieles, das für Loopo S300 spricht – vor allem die App-Unterstützung. Doch andererseits spricht auch einiges dagegen. Sollte der Hersteller die Betriebsausfälle unter Kontrolle bringen und bessere Lösungen für Neigungen/Böschungen und hohes Gras einführen, kann dieses Gerät in der preisgünstigen Klasse eine interessante Option darstellen. Gegenwärtig eignet sich der Rasenroboter vor allem für Grundstückbesitzer mit einem flachen, sehr kleinen Garten, die außerdem bereit sind, für einen niedrigeren Preis bei der Betriebssicherheit Abstriche zu machen.