Mikrofone Testsieger

Mikrofone: 3 modelle im test

Mikrofone gibt es sowohl als eigenständiges Teil als auch in eingebauter Variante in verschiedenen Produkten innerhalb unterschiedlicher Bereiche, von Hörgeräten bis hin zu Überwachungskameras. Das Mikrofon wurde bereits 1877 von Emile Berliner erfunden, derjenigen Person, die auch das Grammophon entwickelte. Doch erst als Alexander Bell mitmischte, nahm das erste wirklich anwendbare Modell Form an.

Die Aufgabe eines Mikrofons ist es, Schallwellen in elektrische Signale umzuwandeln. Wie das vor sich geht, variiert. Ein Großteil der etwas teureren Mikrofone, die heutzutage verkauft werden, sind Kondensatormikrofone. Das bedeutet, dass sie über zwei elektrisch leitende Kondensatorplatten verfügen. Zwischen diesen baut sich ein elektrisches Feld auf, das die bewegliche der beiden Platten zum Vibrieren bringt. Je nach dem wie lang die Schallwelle ist, wird der Abstand zwischen den Platten unterschiedlich lang. Der Abstand wird dann in elektrische Signale umgewandelt, die den digitalen Schall ergeben, den man zu hören bekommt. Da diese Technologie relativ kostspielig ist, sind Kondensatormikrofone im Vergleich zu anderen Mikrofontypen recht teuer. Aufgrund ihrer hohen Qualität eignen sie sich beispielsweise gut als Studiomikrofone. Es gibt auch andere Arten. Das Elektretmikrofon ist eine billigere Variante als das Kondensatormikrofon, doch diesem in der Konstruktion ähnlich. Der Unterschied ist, dass es über ein Material mit permanenter elektrischer Ladung verfügt, anstelle von einer äußeren Oberflächenspannung. Auch dieser Mikrofontyp wird oft in Studios verwendet. Andere Beispiele für Mikrofontechniken sind dynamische Mikrofone und Bändchenmikrofone.

Verschiedene Typen von Mikrofonen

Wenn man ein Mikrofon kauft, ist es wichtig, für den jeweiligen Zweck den passenden Typ zu wählen. Will man in einem Studio Songs einspielen, wird ein anderer Konstruktionstyp erforderlich sein als bei der Aufnahme von Anrufen über einen Computer. Das hängt sowohl mit der zugrunde liegenden Technologie als auch mit der visuellen Gestaltung zusammen. Einige Beispiele für Mikrofontypen:

  • Studiomikrofon/Handmikrofon
  • Tischmikrofon
  • Lavalier-Mikrofon/Ansteckmikrofon
  • Richtrohrmikrofon
  • Zoom-Mikrofon
  • Eingebautes Mikrofon

Mikrofone können Schall auch ausgehend von verschiedenen Mustern aufnehmen, sie haben unterschiedliche Richtcharakteristik. Bei Cardiodid-Richtcharakteristik (auch als Niere bezeichnet) ist der Aufnahmebereich ausschließlich auf den vorderen Bereich des Mikrofons gerichtet. Diese Richtcharakteristik eignet sich daher gut für die Aufnahme von Gesang oder eines Gesprächs, da auf diese Weise nicht so viele Hintergrundgeräusche mit einfließen. Auch Rückkopplungen können damit vermieden werden. Will man hingegen Hintergrundgeräusche mit dabei haben, dann eignet sich eine omnidirektionale Richtcharakteristik gut (Rundstrahl/kugelförmige Aufnahme). Das Mikrofon nimmt den Schall dann von allen Richtungen auf. Sollen bei einem Interview auch die eigenen Fragen zu hören sein, ohne dass die Position des Mikrofons verändert werden muss, sollte man die bidirektionale Richtcharakteristik wählen (auch als achterförmige Richtcharakteristik bezeichnet). Der Schall wird dann an der Oberseite des Mikrofons sowohl frontal als auch rückwärtig aufgenommen, wodurch die interviewende und die interviewte Person gegenüber gleich gut gehört werden. Seitlich davon wird allerdings kein Schall aufgenommen. Einige Mikrofone unterstützen mehrere dieser Charakteristika und verfügen über einen Regler, mit dem die gewünschte Einstellung gewählt werden kann. Andere sind auf einen bestimmten Anforderungstyp ausgerichtet und haben nur eine Charakteristik.

Es gibt wie erwähnt eine Reihe verschiedener Mikrofontypen, die unterschiedlich konstruiert sind. Wichtig ist, je nach Zweck den richtigen Typ zu wählen. Am einfachsten ist es oftmals, davon auszugehen, dass die bekannten Hersteller für den jeweiligen Zweck die richtige Mikrofontechnik gewählt haben, anstatt sich in die Technologie einzulesen. Viele Hersteller sind außerdem auf nur ein Sortiment ausgerichtet. Beispielsweise sind Mikrofone von Razer oder Blue meistens für den Computer angedacht, während Shure hauptsächlich Gesangsmikrofone herstellt. Dann gibt es auch diejenigen, die parallel auf mehrere Sortimente abzielen. Mikrofone von Röde gibt es zum Beispiel für Podcast-Aufnahmen, Heimstudios und andere Bereiche. 

Man sollte auch beachten, dass alle Mikrofone bis zu einem gewissen Grad ein Eigenrauschen produzieren, was auch als Ersatzgeräuschpegel bezeichnet wird. Selbstverständlich will man ein Mikrofon kaufen, das so wenig wie möglich rauscht, gleichzeitig aber nicht das eigene Budget überlasten.

Außerdem muss man beim Kauf eines Mikrofons mit eingebautem Verstärker daran denken, dass es auch irgendwie mit Strom versorgt werden muss, was vor allem bei Kondensatormikrofonen der Fall ist. Manche Mikrofone sind mit Platz für integrierte Batterien/Akkus ausgestattet, bei anderen erfolgt die Stromversorgung über das Kabel (die sogenannte Phantomspeisung). In diesem Fall ist es erforderlich, dass das an das Mikrofon anzuschließende Gerät, beispielsweise ein Verstärker, über Phantomspeisung und dabei mit der richtigen Spannung verbunden werden kann.

Mikrofon anschließen

Je nach dem, um welchen Mikrofontyp es sich handelt, wird es unterschiedlich angeschlossen. Ein Mikrofon für den Computer wird normalerweise über USB verbunden. Das gilt zum Beispiel für Podcast-Mikrofone und Mikrofone für Gaming. Doch auch XLR-Steckverbinder sind für Mikrofone sehr gewöhnlich. Vor allem ist das in Studios der Fall, doch auch USB-Mikrofone können über einen XLR-Anschluss verfügen.

Eine andere einfache Art der Verbindung erfolgt über die 3,5-mm-Klinkenbuchse auf dem Laptop oder Computer.

Viele Mikrofone, die heutzutage auf dem Markt sind, können auch kabellos angeschlossen werden.

Es werden auch Mikrofone hergestellt, die an das Handy, das Tablet oder die Kamera angeschlossen werden können. Andere wiederum produzieren Mikrofone speziell für ihre Geräte wie Videokameras, beispielsweise das ECM-Mikrofon von Sony.

Auf den Mikrofonen gibt es manchmal auch einen 3,5-mm-Kopfhörerausgang, sodass man sich das Tonmaterial direkt anhören kann, ohne dass der Schall aufgenommen wird.

Zubehör:

Will man das Mikrofon verwenden, um Gespräche aufzunehmen, sollte man auch einen Popschutz hinzukaufen. Dieser verhindert sogenannte Pop-Laute, die beim Sprechen ins Mikrofon entstehen. Außerdem schützt er das Mikrofon vor der Feuchtigkeit des Atems.

Für Aufnahmen im Freien ist auch ein Windschutz als Zubehör empfehlenswert.

Ein weiteres, von vielen geschätztes Zubehör ist ein Stativ, mit dessen Hilfe man bei der Aufnahme die Hände frei hat. Diese gibt es sowohl in Form von Bodenständern und Tischstativen als auch in Form von Stativen, die direkt an Möbeln, Regalen oder Ähnlichem angebracht werden können. Beim Kauf eines Stativs kann man auch stoßdämpfende Eigenschaften mitberücksichtigen, um darüber hinaus Störgeräusche zu vermeiden.

Produkte im Test

So wurde der Test durchgeführt

Wir führen unsere Tests selbst durch und testen die Produkte auf realistische Weise. Wir haben mit Mikrofonen einen Test in der jeweils dafür vorgesehenen Umgebung durchgeführt. Für Fälle, in denen es sich um ein Mikrofon für ein Heimstudio handelt, schufen wir eine entsprechende Umgebung. Mikrofone, die dafür angedacht sind, mitgenommen zu werden, testeten wir in einer Umgebung für den entsprechenden Anwendungsbereich. Alle Mikrofone wurden gemäß Gebrauchsanleitung angeschlossen und mit unterschiedlicher technischer Ausrüstung getestet, um sicherzustellen, dass eventuell auftretende Fehler beispielsweise nicht mit dem Computer in Zusammenhang stehen.

Wir konzentrierten uns auf folgende Aspekte.

Ton: Wie gut ist die Tonqualität des aufgenommenen Materials? Entsteht ein Rauschen? Wie natürlich klingt die Aufnahme? Wie sauber ist die Tonqualität? Ist die Aufnahmequalität gleichmäßig? Wie gut funktioniert die Richtungsempfindlichkeit, wenn wir uns um das Mikrofon herum bewegen. Wie sehr fließen Hintergrundgeräusche mit ein?

Herstellungsqualität: Wie gut ist die Herstellungsqualität des Mikrofons? Gibt es Komponenten, die unerwünschte Geräusche von sich geben? Können eventuelle Regler während der Aufnahme betätigt werden, ohne dass ein Geräusch aufgenommen wird? Ist der Regler praktisch zu betätigen? Steht/sitzt das Mikrofon stabil?

Funktionalität: Gibt es über die hauptsächlichen Funktionen hinaus weitere? Wie leistungsfähig sind diese? Ist eine Software mit im Paket? Wenn ja, wie benutzerfreundlich ist sie und was bietet sie?

Davon abgesehen berücksichtigten wir auch die Benutzerfreundlichkeit, die Gebrauchsanleitung und die Garantie. Abschließend stellten wir alle diese Aspekte in Relation zum Preis der jeweiligen Testkandidaten und legten ausgehend von der Preiswürdigkeit das Testresultat fest.

Blue Microphones Yeti

Hochleistungsfähiges Tischmikrofon mit benutzerfreundlichem Design

Mikrofontyp: Tischmikrofon Frequenzbereich: 20 Hz–20 kHz Empfindlichkeit: 4,5 mV/Pa (1 kHz) Max. SPL (Grenzschalldruck): 120 dB Richtcharakteristik: 4 St. (Omnidirektional, Bidirektional, Stereo, Cardiodid) Anschlüsse: USB, 3,5 mm Physischer Regler: Lautstärkedrehregler, Mute-Button, Drehregler für Empfindlichkeit, Drehregler für Richtcharakteristik Sonstiges: Gibt es in vielen Farben
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Bei Blue Microphones Yeti handelt es sich um ein Tischmikrofon, das sowohl guten Sound bietet als auch über eine gute Herstellungsqualität verfügt. In Relation zum Preis wird es daher zum Testsieger erklärt. Abgesehen von etwas schwerfälligen Drehreglern ist es gut konstruiert und steht stabil auf dem Tisch. Es gibt eine adäquate Reihe an Einstellungsmöglichkeiten. Vom Design her ist es an sich relativ groß, doch durch die abgerundete Form scheint es etwas kleiner. Das Mikrofon ist einfach zu richten. Mithilfe der zwei Regler an der Seite kann es in eine bestimmte Position gebracht werden. Sobald das USB-Kabel angeschlossen ist, kann man mit der Aufnahme loslegen. Auf diese Weise ist Yeti auch für diejenigen benutzerfreundlich, die mit technischen Produkten nicht allzu vertraut sind. Was wir schätzen, ist der Mute-Button. Dieser eignet sich beispielsweise gut, wenn man das Mikrofon während der Aufnahme schnell abschalten will, wenn jemand ins Zimmer kommt.

Yeti bietet im Vergleich zu seinem Preis eine sehr hohe Aufnahmequalität. In dieser Preisklasse und in diesem Segment gibt es kein Mikrofon, das eine bessere Leistung bringt. Man erhält einen sehr natürlichen Klang – sauber, klar und ausgeglichen. Das Rauschen verbleibt gleichzeitig auf einem sehr niedrigen Niveau. Allerdings nimmt es leider auch Einiges an Hintergrundgeräuschen auf, egal wie man die Empfindlichkeit einstellt. Das beeinträchtigt den Eindruck etwas. Beispielsweise kann ein Computer mit lautem Ventilator in den Aufnahmen Störgeräusche erzeugen. Dreht man am Empfindlichkeitsregler, werden die Unterschiede relativ groß, sodass man vor der Aufnahme ein wenig experimentieren muss. Doch auch auf der niedrigsten Stufe treten viele Hintergrundgeräusche auf. Das USB-Kabel ist jedoch relativ lang, sodass man sich zwar auch ein wenig weiter weg vom Computer stellen kann. Dennoch wird dies im Testprotokoll als Minuspunkt eingetragen. Gemessen zum Preis handelt es sich aber um ein sehr preiswertes Tischmikrofon, das für diejenigen geeignet ist, die Podcasts oder Youtube-Filme einspielen oder an Twitch und ähnliche Dienste streamen wollen.

+Hohe Tonqualität, physischer Mute-Button, benutzerfreundlich, langes USB-Kabel
Nimmt Einiges an Hintergrundgeräuschen auf
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  • Resultat 4/5
  • Resultat 5/5 Resultat 4.5/5

4.5 von 5

Antlion Audio Modmic 4

Mikrofontyp: Abnehm-/anbringbares Bügelmikrofon Frequenzbereich: 100 Hz–10 kHz Empfindlichkeit: 12,5mV/Pa (1 kHz) Richtcharakteristik: 1 St. (Cardiodid) Anschlüsse: 3,5 mm Physischer Regler: Mute-Button Sonstiges: Verschiedene Befestigungsmöglichkeiten werden mitgeliefert.

Antlion Audio Modmic 4 ist ein diskretes, kleines und externes Bügelmikrofon, das mit gewöhnlichen Kopfhörern verbunden werden kann und eine gute Tonqualität liefert. Das Mikrofon wird an die Mikrofonbuchse im Computer angeschlossen und an einen passenden Platz gestellt. Mit im Paket sind auch einige Mikrofon-Clips und Klebeblätter, die man je nach dem, wie das Mikrofon befestigt werden soll, anwendet. Beispielsweise kann die Klebebefestigung verwendet werden, um das Mikrofon direkt auf den Schreibtisch zu stellen. Verfügen die Kopfhörer über ein Kabel, kann das Mikrofon stattdessen mithilfe eines Clips daran befestigt werden. Eine weitere gute Lösung ist, das Mikrofon mit der Klebebefestigung direkt an der Kopfhörerschale anzubringen. Was wir an diesem Produkt schätzen, ist die Länge des Mikrofons, aber auch, dass es mithilfe einer kleinen Schraube gerichtet werden kann. Dadurch entstehen mehrere Möglichkeiten, das Mikrofon in Position zu bringen. Weitere Pluspunkte stellen das dezente Reiseetui und der Mute-Button auf dem Kabel dar.

Obwohl die Tonqualität von Modmic 4 größtenteils hoch ist, können in einigen Fällen statische Geräusche auftreten, wenn das Mikrofon analog angeschlossen wird. Es gibt Wege, das zu umgehen. Man sollte jedoch vor dem Kauf kontrollieren, ob dieses Problem mit gerade dieser oder jener Soundkarte besteht und wie man das in diesem Fall löst. Eine weitere Lösung kann beispielsweise auch die Verwendung einer externen USB-Soundkarte sein. Doch wie erwähnt tritt dieses Problem nicht mit allen Computern auf – unter den vier von uns getesteten gab es nur bei einem Probleme. Das Mikrofon kann problemlos Schall von weiter weg aufnehmen und daher ohne Weiteres auf den Schreibtisch gestellt werden. Dennoch sollte es nicht allzu nahe dem Computer positioniert werden, weil das Mikrofon ansonsten möglicherweise Schall von der Tastatur oder dem Ventilator aufnimmt. Dieses Produkt bringt durchweg eine gute Leistung, wenn es darum geht, Hintergrundgeräusche zu dämpfen und gleichzeitig die Stimme aufzunehmen. Zusammenfassend handelt es sich bei Modmic 4 um eine ausgezeichnete Alternative für diejenigen, die mit ihren Kopfhörern zufrieden sind und diese mit einem richtig guten Mikrofon ergänzen wollen. Außerdem eignet es sich hervorragend für Spielergruppen, ob über LAN oder zuhause – als auch für diejenigen, die Spielsitzungen online senden.

Auch das Dämpfen von Hintergrundgeräuschen gelingt dem Mikrofon gut.

+Gute Tonqualität, viele Möglichkeiten zur Befestigung, langes Mikrofon
Statisches Rauschen mit bestimmten Soundkarten
  • Resultat 1/5
  • Resultat 2/5
  • Resultat 3/5
  • Resultat 4/5
  • Resultat 5/5 Resultat 4.5/5

4.5 von 5

Razer Seiren Pro

Qualitätsmikrofon mit praktischen Funktionen

Mikrofontyp: Tischmikrofon Frequenzbereich: 15 Hz–22 kHz Empfindlichkeit: 12,5mV/Pa (1 kHz) Max. SPL (Grenzschalldruck): 120 dB Richtcharakteristik: 4 St. (Omnidirektional, Bidirektional, Stereo, Cardiodid) Anschlüsse: USB, 5-Pin XLR, 3,5 mm Physischer Regler: Lautstärkedrehregler, Drehregler für Empfindlichkeit, Drehregler für Richtcharakteristik Sonstiges: OLED-Display, Trittschallfilter

Razer Seiren Pro ist ein Mikrofon mit richtig guter Tonqualität und einem benutzerfreundlichen OLED-Display, das Lautstärke und Ähnliches anzeigt. Das Mikrofon ist leicht verständlich und man kommt schnell damit in Gang. Die Drehregler sind deutlich und vermitteln beim Drehen einen Eindruck von hoher Qualität. Das Mikrofon selbst steht stabil auf dem Tisch und um es zu verwenden, muss man es einfach nur anstecken. Die Tonqualität ist vorbildlich – gute Tonbalance und nur wenig Rauschen. Einige Mängel konnten wir dennoch identifizieren. Der erste besteht darin, dass der Bass ein wenig übertrieben ist und dadurch nicht natürlich wirkt. Der zweite, dass das Mikrofon leicht Hintergrundgeräusche aufnimmt und daher nur in ruhiger Umgebung verwendet werden sollte. Angesichts des Preises hätten wir gerne erweiterte Einstellungsmöglichkeiten für die Empfindlichkeit gesehen. Die dafür zur Verfügung stehenden Drehregler machen keinen ausreichend markanten Unterschied aus. Eine Hintergrundbeleuchtung ist in bestimmten Fällen zweifellos ein Vorteil bei der Aufnahme, doch sollte sie nicht die Oberhand gewinnen, was bei diesem Gerät manchmal der Fall ist. Ein anderer Nachteil mit Seiren Pro ist der Preis. Das OLED-Display mag zwar vorteilhaft sein, doch rein soundmäßig betrachtet kann man zu einem deutlich niedrigeren Preis gleichwertige Produkte finden. Stellt es keine unbedingte Notwendigkeit dar, die genauen Einstellungen direkt auf dem Mikrofon angezeigt zu bekommen, dann ist Razer Seiren Pro nicht sonderlich preiswert. Doch würde man für diese Funktion sogar noch etwas drauflegen und arbeitet man in ruhiger Umgebung, dann stellt dieses Mikrofon eine ausgezeichnete Wahl dar.

+Vorbildliche Tonqualität, sehr hohe Herstellungsqualität, informatives OLED-Display
Nimmt viele Hintergrundgeräusche auf, etwas übertriebener Bass
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  • Resultat 2/5
  • Resultat 3/5
  • Resultat 4/5 Resultat 3.5/5
  • Resultat 5/5

3.5 von 5