Rasenmaher Testsieger

Rasenmäher: 9 modelle im test

Updated April 2018

Der Rasenmäher gehört zu einem der wichtigsten Gartengeräte. Seit seiner Erfindung in den 1830-er Jahren wird er dazu verwendet, um die Rasenhöhe auf einer passenden Höhe zu behalten. Seitdem ist viel passiert und neue Varianten wie Rasenroboter und -traktoren wurden auf den Markt gebracht. Diese werden von den herkömmlichen Rasenmähern unterschieden, die man selber schiebt.

Herkömmliche Rasenmäher zum Selbstschieben verfügen abgesehen von einem Motor entweder auch über einen Rotor oder Zylinder. Einige Mäher haben feste Flügelmesser, andere Mäher bewegliche Messer bei einer Messeraufnahme mit Mittelzentrierung. Früher waren Zweitaktmotoren üblich, doch seit den 1960-er Jahren dominieren Viertaktmotoren und heutzutage sind vermutlich Viertaktmotoren von Briggs & Stratton am gängigsten. Momentan ist allerdings ein historischer Wechsel im Gange. Akkumäher werden im Zuge der immer besseren Akkus häufiger und die Motoren können somit kraftvoller konstruiert werden. Gegenwärtig sind Akkumäher auf dem Markt, die mehr als ausreichend sind, um einen mittelgroßen Garten nach einem einzigen Ladevorgang mehrmals zu mähen – allerdings zu einem höheren Preis als entsprechende Benzinmäher. 

Der Hintergrund, warum Akkumäher auf dem Markt immer stärker vertreten sind, ist natürlich, dass sie über mehrere Vorteile verfügen. Zum einen hat man keine Abgase, was gut für die Umwelt, die Anwender und den Garten ist. Zum anderen ist er leiser und man muss weder Benzin noch Öl kaufen. Allerdings muss man natürlich daran denken, den Akku regelmäßig aufzuladen. Es ist auch wichtig, die Lithium-Ion-Batterien nicht vollständig zu entleeren oder im Winter im Kalten aufzubewahren, weil sie dadurch schadhaft werden können.

Miljobild Grasklippartest2Unterschiede zwischen verschiedenen Arten von Rasenmähern

Die Unterschiede zwischen den verschiedenen Rasenmähern ergeben sich hauptsächlich daraus, wie gut sie hohes, kräftiges und nasses Gras bewältigen. Es gibt beträchtliche Unterschiede in der benötigten Zeit, um eine Rasenfläche zu mähen, in den Kosten pro Mähvorgang (Benzin- oder Ölkosten bzw. Ladungskosten in Relation zur Laufzeit), in der Qualität des Mähresultats und darin, wie benutzerfreundlich der Rasenmäher ist. Bestimmte Modelle kommen beispielsweise besser an Beete, Zäune und Bäume heran als andere. Auch die Einstellung der Schnitthöhe und die Manövrierfähigkeit sowie die Leistungsfähigkeit bei unebenem und schrägem Untergrund ist bei den Modellen unterschiedlich. Ist man länger auf Urlaub, dann wird das Gras oft ein paar Dezimeter lang. Bei langem Gras muss der Rasen mit gewissen Modellen mehrmals oder zumindest sehr langsam gemäht werden, um den Rasenmäher nicht zu überlasten. Gewiss sollte man das Gras eigentlich nicht mehr als um 2–3 cm pro Tag kürzen, doch realistisch betrachtet schaffen es die wenigsten, den Rasen so oft zu mähen.

Auch bei der Anzahl an Funktionen gibt es große Unterschiede. Einige Mäher arbeiten das Gras in den Rasen ein – das sogenannte Mulchen. Andere verfügen nicht über diese Funktion und geben das Gras stattdessen in größeren Mengen aus. Entweder kann man es in einem eventuell inkludierten Fangkorb sammeln, oder das Gras über den Seitenauswurf ausblasen. Wenn die Grashäufchen größer sind, muss der Rasenschnitt nochmals zerkleinert werden, um besser in den Rasen eingearbeitet zu werden, und damit es ganz einfach schöner aussieht. Andere Funktionen können sein, inwieweit der Rasenmäher einen Antrieb hat, ob dieser vorne oder hinten angebracht ist und ob das Gerät über mehrere Geschwindigkeitsstufen verfügt.

Die Kaufkraft der Konsumenten ist unterschiedlich. Um so vielen wie möglich Kaufempfehlungen bieten zu können, teilten wir die Testkandidaten in drei Preisklassen ein und sahen für jede Kategorie einen Gewinner aus:

Preisgünstige Klasse: bis zu 300 EUR
Mittelklasse: ca. 300–450 EUR
Premiumklasse: über 450 EUR

Ausgehend von den jeweiligen Anforderungen und dem zur Verfügung stehenden Budget findet man auf diese Weise in der unten stehenden Auswahl einen passenden und marktaktuellen Rasenmäher.

Produkte im Test

AL-KO Silver 460 BR-A Bio

Selbstfahrender Benzinmäher zu niedrigem Preis und mit hoher Leistung

Preisklasse: Mittel Motor: AL-KO Pro 140 Quick Start Motortyp: Benzin Motorstärke: 2100 W Tankvolumen: 1,0 Liter Schnitthöhe: 30–85 mm (4 Stufen) Schnittbreite: 46 cm Gewicht: 31 kg Lärmpegel: Gemessener Mittelwert: ca. 77 dB (über Mittelwert) Selbstfahrend: Ja Multiclip: Ja Fangkorb: Nein
TESTSIEGER.de

AL-KO Silver 460 BR-A Bio ist ein Benzinmäher des deutsch-österreichischen AL-KO. Der Rasenmäher verfügt über Frontantrieb, wodurch das Mähen schneller und weniger anstrengend ausfällt. Mittlerweile hat er nur 1 Geschwindigkeit. Diese ist andererseits sehr gut abgestimmt, wenn man bedenkt, dass der Motor auch hohem Gras gewachsen sein soll, ohne sich zu überanstrengen und abzuwürgen. Bei sehr hohem Gras – mehr als 10 cm – muss man allerdings langsam vorgehen, auch wenn der Seitenauswurf geöffnet werden kann, um den Widerstand zu verringern. Der Frontantrieb wird über einen Steuerbügel bedient, der leider keinen Gummigriff hat, was eine Quetschgefahr vermindern würde. Ein durchschnittliches Gerätegewicht kombiniert mit einem Frontantrieb und großen Reifen verhilft dem Silver 460 BR-A zu guter Leistung im Gelände. Die Schnitthöhe wird praktisch mit einem Hebel eingestellt, was Zeit spart und den Rücken schont.

+Selbstfahrend, gute Leistung im Gelände
Der Steuerbügel hat keinen Gummigriff
  • Resultat 1/5
  • Resultat 2/5
  • Resultat 3/5
  • Resultat 4/5
  • Resultat 5/5

4 von 5

Viking MA 443 C

Phänomenaler Akkumäher mit benutzerfreundlichen Funktionen

Preisklasse: Mittel Motor: Elektrisch Kapazität: 2,1 Ah/36 V Ladeanzeige: Ja Mähkapazität: 1000 m² Energiequelle: Akku Akku: Art: Lithium-Ion Schnitthöhe: 25–75 mm (6 Stufen) Schnittbreite: 41 cm Gewicht: 20 kg Lärmpegel: Sehr hoch (ca. 84,4 dB*1) Vibrationen beim Halten: Gering Selbstfahrend: Nein Anpassbarer Haltegriff: Ja Fangkorb: 55 l
BESTER AKKUMÄHER

Viking MA 443 C wird aufgrund der Kombination aus guter Mähkapazität und durchdachtem Design zu einem guten Preis bester Akkumäher. Da er auf eine Höhe von ca. nur 40–50 cm zusammengeklappt werden kann, ist er einfach zu verstauen. Auch die Schnitthöhe kann sehr einfach eingestellt werden, indem man mit einer Hand einen Griff drückt und den Rasenmäher nach unten oder nach oben verstellt. MA 443 C eignet sich sowohl für große Personen als auch für Personen mit geringer Körpergröße, weil die Höhe am Handgriff justiert werden kann. Der Griff selbst besteht aus Hartplastik und die Sicherheitsunterbrechung ist im Kunststoff eingelassen, wodurch das Gerät beim Mähen angenehm zu halten ist. Der Rasenmäher geht aufgrund seines geringen Gewichts auch relativ einfach zu führen. Bei MA 443 C kommt es außerdem nur geringfügig zu Vibrationen und ein hügeliges Gelände stellt kein Problem dar. Das Gehäuse aus hochqualitativem Hartplastik bewältigt sowohl Unterholz als auch normalen Rasen, ohne sonderlich beeinträchtigt zu werden. Die Schnittbreite befindet sich im mittleren Bereich. Da es sich hierbei um einen Akkumäher handelt, ist die Schnittbreite auch etwas geringer. Der große Vorteil eines Akkumähers ist dessen Effektivität auf kleineren und mehr gewundenen Flächen. Benzinmäher sind mit ihrer umfassenden Breite dagegen gut für große, offene Flächen geeignet.

Viking MA 443 C ist insofern besonders, da die Haltevorrichtung im unteren Bereich keine Querstange hat, was bei den meisten Rasenmähern der Fall ist. Wir schätzen das, weil man dadurch besser auf den Bereich um den Rasenmäher sieht. Umrundet man beispielsweise einen Busch, sieht man direkt, ob ein Stein oder anderes im Weg sind. Auch den Rasenmäher selbst überblickt man besser. Er schafft die angegebenen 1000 m2 auch, wenn das Gras grob oder schon relativ hoch ist. Sogar richtig grobes Gras wird bewältigt, allerdings auf Kosten einer kürzeren Akkulaufzeit, die im Vergleich zum Durchschnitt dennoch länger ausfällt. Die Betriebsdauer ist bei schwierigen Bedingungen somit gut. Insgesamt handelt es sich hierbei um eine richtige Kraftmaschine, die sowohl über eine gute Betriebszeit verfügt als auch praktische, benutzerfreundliche Lösungen bietet. Für eine mittelgroße Rasenfläche mit Schwierigkeiten wie einem hügeligen Gelände und vielen Hindernissen stellt dieses Gerät einen guten Kauf dar. Alle Vorteile eines Akkumähers sind hier enthalten, ohne dass hinsichtlich Leistung oder Geländetauglichkeit Kompromisse geschlossen werden.

+Benutzerfreundliches Design, einfache Einstellung der Schnitthöhe, hohe Leistungsfähigkeit, lange Akkulaufzeit, leicht zu führen, effektives Mähen
Relativ laut
  • Resultat 1/5
  • Resultat 2/5
  • Resultat 3/5
  • Resultat 4/5
  • Resultat 5/5

5 von 5

AL-KO Classic 5.16 VS-B Plus 625 Series E

viele Funktionen in einem starken Rasenmäher

Preisklasse: Mittel Motor: B&S Series 625 E Energiequelle: Benzin Motorstärke: 2300 W Tankvolumen: 0,8 l Schnitthöhe: 30–80 mm (zentral, 6 Stufen) Schnittbreite: 51 cm Gewicht: 33,4 kg Lärmpegel: Sehr hoch (ca. 87,2 dB*1) Vibrationen beim Halten: Mäßi Selbstfahrend: Ja Anpassbarer Haltegriff: Ja Multiclip: Ja Fangsack: 65 l

AL-KO Classic 5.16 VS-B Plus 625 Series E ist generell ein sehr praktischer Rasenmäher, er scheint ausgeklügelt und benutzerfreundlich. Die Einstellung der Schnitthöhe geht beispielsweise sehr reibungslos. Das ganze Gerät wird mit einem einzigen Hebel eingestellt, anstatt jeden einzelnen Reifen anpassen zu müssen. Eine andere bequeme Funktion ist die stufenlose Geschwindigkeitsregelung. Mithilfe einer Vorrichtung, die einem kleinen Gashebel gleicht, kann man die Geschwindigkeit einfach einstellen. Auf diese Weise kann beispielsweise die Geschwindigkeit gedrosselt werden, wenn man schwierige Ecken vor sich hat, und auf geraden Strecken wieder erhöht werden. Der Haltegriff auf dem Rasenmäher könnte doch ergonomischer sein. Die Sicherheitsunterbrechung ist hier nicht integriert, was das Halten des Rasenmähers erleichtert hätte. Außerdem kann aus ergonomischer Sicht die Höhenanpassung des Haltegriffs angemerkt werden, dessen zwei Stufen für Personen von etwas geringerer Körpergröße zu hoch sind. Wünschenswert wäre auch gewesen, für die Höheneinstellung nicht die gesamte Schraube herausschrauben zu müssen.

Classic 625 Series E bietet eine ausgezeichnete Mäharbeit. Das Resultat wird sehr gut, auch im Falle von Ästchen, Fallobst und Ähnlichem auf der Rasenfläche. Der Rasenmäher verfügt über eine sogenannte 4-in-1-Funktion; das beinhaltet, dass man auf herkömmliche Weise mit einem Fangkorb mähen kann, aber das gemähte Gras auch über eine Mulchfunktion zerkleinern und in den Rasen einarbeiten kann. Ist der Korb zum Mulchen nicht eingesetzt, entsteht hinten ein relativ großer Spalt. Während des Rasenmähens werden daraus einige Grasreste und Ästchen auf die Füße herausgeblasen. Wir empfehlen daher, ihn immer eingesetzt zu haben. Bei der Anwendung fällt auf, dass der Fangkorb dank seiner Form und seines Materials sehr einfach reinzuhalten ist. Ein Plus ist auch, dass es so einfach ist, mit dem Rasenmäher rückwärts zu fahren. Gäbe es die ergonomischen Probleme nicht – vor allem für Personen mit geringerer Körpergröße – wäre die Beurteilung besser ausgefallen. Insgesamt handelt es sich hier dennoch um einen richtig guten Rasenmäher.

+Einfache Schnitthöheneinstellung, praktische Geschwindigkeitsanpassung, funktionsreich
Nicht für Personen geringer Körpergröße geeignet, etwas unbequemer Haltegriff
  • Resultat 1/5
  • Resultat 2/5
  • Resultat 3/5
  • Resultat 4/5
  • Resultat 5/5

4 von 5

Bosch Rotak 43 Li

Gut verkaufter Akku-Rasenmäher mit imposanter Leistung

Preisklasse: Premium Motor: Elektrisch Stromquelle: Akku Akkutyp: Lithium-Ion Kapazität: 2,6 Ah/36 V Ladezeit: ca. 60 min (80 % geladen nach ca. 30 Minuten) Ladeanzeige: Ja Mähkapazität: 600 m² Schnitthöhe: 20–70 mm (10 Stufen) Schnittbreite: 43 cm Gewicht: 14 kg Lärmpegel: Gemessener Mittelwert: ca. 86 dB (unter Mittelwert) Vibrationen beim Halten: Unter Mittelwert Selbstfahrend: Nein Anpassbarer Haltegriff: Ja Multiclip: Ja Fangkorb: 50 Liter

Akku-Rasenmäher sind populärer als je zuvor und das Modell Bosch Rotak 43 Li hat viel mit diesem Erfolg zu tun. Die Schnittbreite ist sehr breit für einen Elektromäher, doch das überzeugendste Detail ist der kraftvolle Motor. Rotak 43 Li hat die Latte sehr hoch gelegt für die Anforderungen, die man an einen Akku-Rasenmäher nunmehr stellen kann. Er arbeitet sich durch schwierigste Bedingungen erfolgreich durch. Abgesehen von nassem, grobem und langem Gras schafft er auch Unkraut wie Giersch und Wiesen-Kerbel. Gleichzeitig sind sowohl der Lärmpegel und das Gerätegewicht niedrig und der Rasenmäher kann von einer durchschnittlich starken Frau problemlos getragen werden. Das trägt einerseits dazu bei, dass Rotak 43 Li an Kanten und unter Gebüsch sehr handlich zu bedienen ist, andererseits dazu, dass ein Antrieb überflüssig ist. Außerdem kann der Haltegriff eingeklappt werden, was auch die Aufbewahrung im Winter einfacher macht. Rotak 43 Li kann in verschiedenen Verpackungen gekauft werden, wo unterschiedlich viele Akkus mit unterschiedlicher Kapazität enthalten sind. Weniger Akkus oder weniger Akku-Kapazität bedeuten zwar oftmals einen niedrigeren Preis, aber immer eine geringere Leistungskapazität. Das üblichste Paket enthält 2 Akkus zu je 4 Ah und einen Schnelllader. Die Laufzeit wird hier im Vergleich zu nur einem Akku beinahe verdreifacht. Das macht Rotak 43 Li zu einem ausgezeichneten Rasenmäher für kleine und mittelgroße Rasenflächen. Für einen großen Garten mit großen, offenen Rasenflächen ist ein Benzinmäher aber wahrscheinlich eine bessere Wahl, da er hierfür mit seiner großen Schnittbreite, der unbegrenzten Laufzeit und dem oftmals niedrigen Preis besser abschneidet. Insgesamt gesehen ist Rotak 43 Li sowohl preiswert als auch überaus kraftvoll und wird daher zum „besten Elektrorasenmäher“ erklärt.

+Relativ große Schnittbreite, unerwartet kraftvoll, leicht & wendig, geringer Lärmpegel, keine Abgase, Extra-Akku inkludiert
Für große Rasenflächen relativ schmale Schnittbreite, teurer als entsprechende Benzinmäher
  • Resultat 1/5
  • Resultat 2/5
  • Resultat 3/5
  • Resultat 4/5
  • Resultat 5/5

4 von 5

Honda HRX 476 VY

Benutzerfreundliches Arbeitstier für schwieriges Gelände

Motor: GCV160 Energiequelle: Benzin Motorstärke: 2700 W (bei 2800 Umdrehungen) Tankvolumen: 0,93 Liter Schnitthöhe: 25–79 mm (7 Stufen) Schnittbreite: 47 cm Gewicht: 42 kg Lärmpegel: Gemessener Mittelwert: ca. 82 dB (über Mittelwert) Selbstfahrend: Ja Anpassbarer Haltegriff: Ja Multiclip: Ja Fangkorb: 69 Liter Garantie: 5 Jahre Videoclip:: Demonstration

Das Premiummodell HRX 476 VY des japanischen Honda ist ein solid gebautes Arbeitspferd mit einem sehr starken Motor. Dafür muss man ein hohes Gerätegewicht in Kauf nehmen, wodurch der Rasenmäher relativ schwierig zu wenden und nach rückwärts zu bewegen ist. Der kraftvolle Motor ergibt gleichzeitig einen ausgezeichneten Antrieb und solange man den Antrieb verwenden kann, kommt man hervorragend voran. Durch den Hinterradantrieb und die anpassbare Geschwindigkeit meistert der HRX 476 auch schwieriges Gelände, unebenen Untergrund und kräftige Neigung galant. Der Komfort ist hoch und sowohl die Schnitthöhe als auch die Höhe des Haltegriffs sind einfach einzustellen. Außerdem kann das Schneideaggregrat abgestellt werden, ohne den Motor ausschalten zu müssen. Der Fangsack (Stoff) kann zusammengefaltet werden und ist daher einfach aufzubewahren. Allerdings ist er mühsam zu reinigen und die Luftdurchlässigkeit könnte besser sein. Das verschlechtert das Auswerfen, was wiederum dazu führt, dass der Rasenmäher nicht so gut mäht wie ohne montierten Fangsack. Mäht man ohne den Fangsack, dann schafft der Rasenmäher extrem starken Widerstand sowie grobes, hohes und nasses Gras. Insgesamt betrachtet besticht der HRX 476 auf großen, etwas verwilderten Rasenflächen, wo das Gras mitunter sehr hoch werden kann.

+Vortreffliche Herstellungsqualität, kraftvoller Motor, hoher Komfort, gute Leistung im Gelände
Der Fangsack verringert die Schnittkapazität
  • Resultat 1/5
  • Resultat 2/5
  • Resultat 3/5
  • Resultat 4/5
  • Resultat 5/5

4 von 5

Stiga Turbo 48 S B

Aufwendiges Premiummodell mit hohem Komfort und sehr guter Leistung

Preisklasse: Premium Motor: Briggs & Stratton 675 EX Energiequelle: Benzin Motorstärke: 2500 W (bei 2800 Umdrehungen) Tankvolumen: 1,0 l Schnitthöhe: 25–90 mm (6 Stufen) Schnittbreite: 46 cm Gewicht: 36 kg Lärmpegel: Hoch (ca. 75 dB) Vibrationen beim Halten: 6,9 m/s² Selbstfahrend: Ja (3,6 km/h) Multiclip: Ja Fangkorb: 70 l

Stiga Turbo 48 S B ist ein aufwendiger Premium-Rasenmäher mit hoher Leistungsfähigkeit und Funktionalität sowie einem ansprechenden, modernen Design. Der kraftvolle Motor wurde von Briggs & Stratton hergestellt, was in der Welt der Rasenmähermotoren dem Rolls Royce für Flugzeugmotoren entspricht. Der Mäher arbeitet sich daher unbeschwert sowohl durch langes als auch grobes Gras durch, auch in der selbstfahrenden Funktion. Turbo 48 S B zeichnet sich auch durch seinen hohen Komfort aus, was sich sowohl im Groben wie im Detail zeigt. Angesichts der hohen Leistungsfähigkeit des Motors ist das Gewicht des Gerätes akzeptabel. Dies in Kombination mit beispielsweise dem Hinterradantrieb macht den Rasenmäher zu einem einfach zu steuernden Gerät, so lange die Rasenfläche nicht allzu klein oder gewunden geformt ist. Die Lenkung ist höhen- und tiefenverstellbar und verfügt ebenso wie der Steuerbügel über einen Gummigriff, was ein angenehmes Halten ermöglicht und auch eine Quetschgefahr vermindert. Die Startschnur hat einen einwandfreien Griff, der beim Starten ausgezeichnet in der Hand liegt. Dadurch ist der Turbo 48 S B einfach zu starten. Das Fahrgestell verfügt über eine Öffnung, in die man einen normalen Wasserschlauch einführen kann, um das Gehäuse auf praktische Weise zu reinigen. 

Der Fangkorb aus hochqualitativem Textil geht einfach zusammenzuklappen und hat auch eine Markierung, über die angezeigt wird, wann der Korb voll wird. Bisher sind wir bei Turbo 48 S B auf keine eigentlichen Mängel gestoßen; trotz des relativ gesalzenen Preises ist er sehr preiswert. Will man für Luxus nicht zusätzlich bezahlen, gibt es jedoch andere Modelle, bei denen man noch mehr für sein Geld bekommt.

+Sehr kraftvoller Motor, mäht schnell, modernes Design
Auf kleinen Flächen sperrig, relativ hoher Preis
  • Resultat 1/5
  • Resultat 2/5
  • Resultat 3/5
  • Resultat 4/5
  • Resultat 5/5

4 von 5

MTD OPTIMA 46 SPB HW

Einfach einstellbarer und starker Rasenmäher mit einigen Vibrationen

Preisklasse: Mittel Motor: Briggs & Stratton Energiequelle: Benzin Motorstärke: 1900 W (bei 2800 Umdrehungen) Tankvolumen: 0,8 l Schnitthöhe: 28-92 mm (6 Stufen) Schnittbreite: 46 cm Gewicht: 33 kg Lärmpegel: Hoch (ca. 78 dB*1) Vibrationen beim Halten: Stark Geschwindigkeit: 0-3,6 km/h Anpassbarer Haltegriff: Ja Multiclip: Ja Fangsack: 60 l Bedienungsanleitung: PDF Videoclip: Demo

MTD Optima 46 SPB HW ist ein wendiger, selbstfahrender Benzinrasenmäher mit großen Hinterrädern sowie Hinterradantrieb. Diese Kombination sorgt für eine reibungslose Anwendung des Geräts auch über unebene Rasenflächen. Auch rund um Hindernisse kann er einfach gelenkt werden. Trotz eines guten Radprofils tendiert der Rasenmäher dennoch dazu, auf mittelhohem, dickem Gras ins Rutschen zu kommen. Auf geraden Strecken ist es für ihn auch problematisch, den Rasen perfekt zu mähen, da er dazu tendiert, diejenigen Grashalme auszulassen, die beim Darüberfahren nach unten gedrückt werden. Der Rasenmäher hält aber eine passende Gehgeschwindigkeit. Insgesamt ist das Mähresultat akzeptabel, vor allem dahingehend, wie gut die heruntergefallenen Zweige und Äste eingearbeitet werden. Optima 46 SPB HW verfügt über eine 3-in-1-Funktion, was bedeutet, dass das Gerät sowohl mit einem Fangkorb, einer Mulchfunktion als auch mit einem Seitenauswurf ausgestattet ist. Mit anderen Worten kann man sich also dazu entscheiden, den Rasenschnitt einzusammeln, ihn über den Rasen zu verstreuen oder dazu, ihn zu zerkleinern und fein über die Rasenfläche zu verteilen.

Hinsichtlich Ergonomie und Herstellungsqualität geht der Antriebsbügel etwas schlecht zu halten. Dagegen schätzen wir das Verbindungsteil auf dem Gehäuse, um einen Gartenschlauch anschließen zu können, was die Reinigung des Aggregats erleichtert. Der Rasenmäher bringt leider recht starke Vibrationen mit sich, nach etwa 500 m2 gemähter Fläche bekamen wir das in den Handgelenken zu spüren. Einmal löst sich durch die Vibrationen sogar der Benzindeckel. Positiv vermerkt wird, dass der Rasenmäher wendig und leicht ist, zumindest für einen Benzinrasenmäher. Wir sind von dessen Kraft beeindruckt, wenn man bedenkt, wie "zierlich" er konzipiert ist. Dank der Zentralhöhenverstellung des Optima 46 SPB HW kann auch die Schnitthöhe richtig einfach eingestellt werden. Insgesamt handelt es sich hierbei um eine gute und preiswerte Anschaffung für ein durchschnittliches Grundstück, das auch über einige Hindernisse verfügen kann. Es entsteht der Eindruck, dass MTD auf clevere Weise eingespart hat, um den Preis gering zu halten. Man erhält viel Kraft und einen leicht lenkbaren Rasenmäher, mit einer dennoch ergonomisch etwas schwächeren Gestaltung.

+"Zierliche" Größe, leicht lenkbar, einfache Reinigung
Rutscht bei hohem Gras, viele Vibrationen
  • Resultat 1/5
  • Resultat 2/5
  • Resultat 3/5
  • Resultat 4/5 Resultat 3.5/5
  • Resultat 5/5

3.5 von 5

AL-KO Moweo 46,5 Li

Um einfache Rasenflächen in Form zu halten

Preisklasse: Premium Motor: Elektrisch Kapazität: 4 Ah/36 V Ladezeit: 90 min Ladeanzeige: Ja Mähkapazität: 500 m² Energiequelle: Akku Akku: Art: Lithium-Ion Schnitthöhe: 25–75 mm (6 Stufen) Schnittbreite: 46 cm Gewicht: 30 kg Lärmpegel: 82,7 Vibrationen beim Halten: Wenige Selbstfahrend: Nein Anpassbarer Haltegriff: Nein Fangkorb: 70 l

AL-KO Moweo 46,5 Li ist der etwas andere Akku-Rasenmäher. Aufgrund der relativ schwachen Motorleistung akkubetriebener Rasenmäher, haben diese normalerweise eine bescheidenere Schnittbreite und außerdem ein Kunststoffgehäuse, um die Belastung des Motors zu verringern. Moweo 46,5 Li verfügt dagegen über eine normale Schnittbreite und über ein Blechgehäuse. In Kombination mit den großen Hinterreifen erscheint der Rasenmäher kräftig, allerdings auch schwerfällig – besonders für einen Akku-Rasenmäher. Die Schwerfälligkeit macht sich vor allem dann bemerkbar, wenn man eine 90°-Wende vornehmen will, beispielsweise um ein Gemüsebeet, einen Baum oder Ähnliches. Das ist schade, da Akku-Rasenmäher sich normalerweise dadurch auszeichnen, auf gewundenen kleinen Flächen besonders gut zu führen zu sein. Auf großen, offenen Flächen sind dagegen oftmals die Benzinmäher im Vorteil. Es ist hingegen relativ einfach, entlang gerader Strecken zu mähen, und durch die großen Hinterreifen geht das Gerät auch leicht zu rollen. Solange das Gras nicht allzu hoch ist, führt das Gerät eine zufriedenstellende Arbeit aus. Das Gras wird zerkleinert und 500 m2 werden problemlos gemäht. Wird das Gras hingegen an die 10 cm hoch, wird es für den Moweo 46,5 Li etwas schwieriger. Der Akku wird relativ rasch leer. Der Akkustatus ist deutlich auf der Akku-Anzeige zu sehen.

Die Auffangfunktion ist zufriedenstellend. Trockenes Laub und Ähnliches werden gut aufgesammelt, doch bei schwererem Material wie feuchtem Laub muss man langsamer gehen, um alles mitzubekommen. Ein großes Plus bei der Auffangfunktion ist, dass der Korb aus Hartplastik besteht. Dadurch ist die Ausformung stabil und die glatte Materialoberfläche kann mit einem Hochdruckreiniger einfach abgespült werden. Durch den reichlich vorhandenen Hohlraum verstopft das Gerät auch nicht. Ein Nachteil ist allerdings, dass man zwei Hände benötigt, um den Auffangkorb abzumontieren. Aus ergonomischer und praktischer Sicht ist Moweo 46,5 Li kaum zufriedenstellend. Einerseits muss die Schnitthöhe an drei separaten Stellen eingestellt werden und außerdem wird einige Kraft benötigt, da der Hebel etwas schwerfällig ist. Andererseits kann die Höhe des Haltegriffs nur auf komplizierte Weise angepasst werden. Entweder hat der Rasenmäher dann die richtige Höhe oder man muss sich beim Führen des Gerätes in Rallye-Position an den Seiten anhalten. Die Höhe scheint an Personen mittlerer Körpergröße angepasst zu sein. Moweo 46,5 Li erzeugt nur geringfügig Vibrationen, was positiv bewertet wird. Die Vorteile von Akku-Rasenmähern sind eben genau diejenigen, dass man keine Abgase einatmet und dass weniger Vibrationen vorkommen. Was das Testurteil in erster Linie beeinträchtigt, ist, dass der Mäher auf gewundenen Strecken schwerfällig und sperrig wird. Moweo 46,5 Li eignet sich daher am besten für mittelgroße und unkomplizierte Rasenflächen, für die auf dem Rasenmäher nur selten die Schnitthöhe geändert wird.

+Einfache Reinigung des Fangkorbs, auf geraden Flächen einfach zu rollen, keine Abgase
In Kurven schwerfällig, schlechtere Leistung in unwegsamem Gelände, träge Anpassung der Schnitthöhe
  • Resultat 1/5
  • Resultat 2/5
  • Resultat 3/5
  • Resultat 4/5
  • Resultat 5/5

3 von 5

* Dieses Modell gibt es auch als AL-KO Moweo 46,5 Li SP. Der Unterschied besteht darin, dass das Modell SP über zwei Akkus verfügt und selbstfahrend ist.

Toro Recycler 55 AD

Mäht eine Menge auf einen Streich, doch komplizierte Schnitthöheneinstellung

Preisklasse: 55 cm Mähsystem: 3-in-1: Recycler on Demand (zuschaltbarer Recycler für Mulchen), Fangkorb, Seitenauswurf Motor: Briggs & Stratton Quantum 675 Effekt: 6,5 PS Material: Stahl Antriebssystem: Automatic Drive Startsystem: Handstart Schnitthöhe: 25-102 mm (5 Stufen) Gewicht: 36,3 kg Lärmpegel: Sehr hoch (ca. 86,3 dB*1) Fangkorb: 60 Liter Textil Schnellreinigung: Ja Höheneinstellung: Individuell, 4-Punkt Zusammenklappbare Lenkung: Ja

Toro Recycler 55 AD bietet eine äußerst großzügige Schnittbreite, wodurch man einen größeren Teil der Rasenfläche in einem kürzeren Zeitraum als normal mähen kann. Er verfügt über die Funktionen Mulchen, Fangsystem und Seitenauswurf, d. h. man kann das Gras unmittelbar fein verteilen oder u. a. Laub aufsammeln. Das macht diesen Rasenmäher vielseitig. Außerdem wird für das Mulchen kein separater Bolzen benötigt, sondern das Umstellen funktioniert praktisch mithilfe von Hebeln. Darüber hinaus verfügt er über eine Sicherheitsfunktion, dank der beispielsweise keine Steine aus dem Gerät herausgeschleudert werden. Der Antrieb des Toro Recycler 55 AD wird über einen Schaltbügel betätigt. Anstelle der üblichen Lösung über eine Sicherheitsunterbrechung, die am Haltegriff eingedrückt wird, muss bei diesem Gerät der Haltegriff nach vorne gedrückt werden, um den Antrieb zu starten. Auf großen, offenen Flächen ist das sehr praktisch. Doch auf Flächen mit vielen Hindernissen bringt das Probleme mit sich. Denn normalerweise hebt man den Rasenmäher ein wenig an, wenn man Hindernisse auf dem Rasen umrunden will oder das Gerät in eine andere Richtung lenken möchte. Bei diesem Rasenmäher gibt man in dem Fall stattdessen Gas, weil es in entsprechenden Situationen den Haltegriff automatisch nach vorne drückt. Das Gerät ist auch recht träge beim Rückwärtsfahren. Dadurch sind kompliziertere Gärten gleich deutlich schwieriger zu bearbeiten als bei der herkömmlichen Lösung mit einer integrierten Sicherheitsunterbrechung. Doch wie gesagt, auf großen und offenen Flächen macht sich diese Funktion bequem und handlich.

Recycler 55 AD verfügt auch über die Funktion Quickwash. Diese wird auf jeden Fall auf Anklang stoßen, wenn man üblicherweise gerne sorgsam mit seinen Gartengeräten umgeht. In der Praxis sieht das so aus, dass man einen Gartenschlauch anschließt, wenn es Zeit zum Reinigen des Aggregates ist. Der Düsenkopf sprüht dann von unten Wasser. Das funktioniert recht gut, auch wenn man beim Saubermachen natürlich etwas nachhelfen muss. Der Fangkorb ist dagegen nicht so einfach zu putzen, weil er aus Stoff besteht. Aber er ist platzsparend, wenn man ihn nicht verwendet, weil er dann platt zusammengelegt werden kann. An der Unterseite sieht Recycler 55 AD nicht wie ein gewöhnlicher Rasenmäher aus. Sie ist nicht in "einem Guss" gestaltet, sondern zwischen Messer und Front mit einem Blech versehen. Hier bleiben manchmal Zweige und Ähnliches stecken. In einer Testsituation wurde das Blech beschädigt, als ein Zweig an dieser Stelle herumgeschleudert wurde, und wir das Blech abnehmen und wieder geradebiegen mussten. Eine andere Schwachstelle besteht in der Schnitthöheneinstellung, bei der es erforderlich ist, bei jedem Rädchen über einen Hebel eine Einstellung vorzunehmen. Heutzutage gibt es dafür benutzerfreundlichere Lösungen. Als positiv wird vermerkt, dass er einfach zu starten ist und ein richtig schönes Mähresultat hinterlässt. Er bewältigt nasses und hohes Gras gut, doch dazu muss man die Geschwindigkeit ein weniger geringer halten. Wäre das Gerät anwenderfreundlicher, dann würde das Resultat wesentlich besser ausfallen.

+Einfach zu starten, praktische Umstellung auf Mulchfunktion, gute Reinigungsvorrichtung
Schwerfällig beim Rückwärtsfahren, komplizierte Schnitthöheneinstellung
  • Resultat 1/5
  • Resultat 2/5
  • Resultat 3/5
  • Resultat 4/5
  • Resultat 5/5

3 von 5

Wissenswertes über Rasenmäher

Verschiedene Rasenmäher-Typen:

Sladdforsedd grasklippare Bosch Rotak 40Kabelbetriebene Elektrorasenmäher

Vor- und Nachteile:

+ Sehr niedrige Energiekosten

+ Sparsame und billige Wartung dank Elektromotor

+ Relativ niedriger Lärmpegel + Keine Abgase

+ Umwelt- und gesundheitsschonend

+ Oftmals geringes Gewicht

– Im Normalfall ist Motor weniger kraftvoll als bei Benzinmähern

– Stromkabel kann bei Anwendung als mühsam und „im Weg“ empfunden werden

– Stromkabel schränkt den Arbeitsbereich durch den Abstand vom Stromanschluss ein

– Elektromäher haben oft eine schmälere Schnittbreite als Benzinmäher

Batteridriven4Rasenroboter

Vor- und Nachteile:

+ Man muss den Rasen nicht selbst mähen

+ Sehr niedrige Energiekosten Rasenroboter

+ Kehrt im Normalfall selbst zur Ladestation zurück, wenn der Akku zur Neige geht

+ Der Rasen sieht für gewöhnlich schön und gepflegt aus, da er zwar wenig, aber dafür oft gemäht wird.

+ Kann normalerweise für einen Automatik-Start programmiert werden

+ Kann oftmals dazu programmiert werden, bei Regen unter Dach zu verbleiben

+ Geringer Lärmpegel

– Relativ hohe Anschaffungskosten

– Ist nicht für allzu hohes Gras geeignet

– Die Rasenfläche muss relativ gleichmäßig und eben sein

– Der einzelne Mähvorgang dauert in der Regel länger als mit einem herkömmlichen Rasenmäher

– Lange und häufige Mähvorgänge können Nachbarn verärgern, weil sie sich durch den geringen, aber andauernden Geräuschpegel mitunter gestört fühlen

Benzinrasenmäher

Bosch Indego 200x148

Der Benzinmäher gehört zu den traditionellen Rasenmähertypen und ist nach wie vor am meisten in Gebrauch. Obwohl der Benzinmäher sich seit den 1960-er Jahren grundsätzlich nicht allzu sehr geändert hat, ist er in vielerlei Hinsicht immer noch die beste Wahl. Wenn die Rasenfläche beispielsweise umfangreich ist, über hohes Gras, ein hügeliges Gelände oder viele Wurzeln und Steine verfügt, dann ist der Benzinmäher in der Regel vorzuziehen. Dies deshalb, weil ein Benzinmäher mit seinem kraftvollen Verbrennungsmotor dem Elektromäher hinsichtlich Kraft, Schnelligkeit und Ausdauer überlegen ist. Allerdings muss man für diese Kraft Abgase, Vibrationen und Lärm in Kauf nehmen. Denn Benzinmäher verursachen im Vergleich zu anderen Rasenmähertypen den meisten Lärm. Außerdem benötigt ein Verbrennungsmotor aufgrund zahlreicher beweglicher Bauteile generell mehr Wartung als ein Elektromotor.

Stiga Multiclip 50 S bensingrasklippare4

Vor- und Nachteile:

+ Hat im Vergleich den kraftvollsten Motor und eignet sich auch für sehr starken Widerstand

+ Kann mit einem Tank lange betrieben werden

– Hoher Lärmpegel - Relativ hoher Wartungsaufwand

– Relativ teurer Kraftstoff

– Gesundheitsschädlich sowie übler Geruch

– Stärkere Vibrationen beim Führen des Gerätes

– Hohes Gerätegewicht

– Kann bei kleinen Flächen mit vielen Hindernissen als schwerfällig empfunden werden

Akku

Batteri 200x166Die meisten Akku-Rasenmäher werden heutzutage mit Lithium-Ionen-Akkus (auch als Lithiumionenakkus oder Lithium-Akkus bezeichnet) betrieben, bei denen es sich um denselben Typ Akku handelt, der auch für beispielsweise Laptops oder Handys verwendet wird. Lithium-Akkus haben im Vergleich zu herkömmlichen Batterien die Fähigkeit, eine große Menge an Energie zu speichern, wodurch es mittlerweile möglich ist, Geräte mit hohem Energieverbrauch, wie Rasenmäher, mit Akku zu betreiben. Leider sind Lithium-Akkus teuer und deren Haltbarkeit ist auf eine begrenzte Anzahl an Aufladungen beschränkt. Danach werden die Zellen des Akkus nach und nach defekt und der Akku verliert allmählich an Kapazität. Der Lithium-Akku des Akku-Rasenmähers muss daher nach ein paar Jahren ausgewechselt werden, was mitunter ein Sümmchen kostet. Um den Betrieb verlässlich zu gewährleisten, sollte man auch über einen Extra-Akku verfügen. 

Herstellungsqualität

Gibt man mehrere hundert Euro für einen Rasenmäher aus, dann erwartet man auch, ihn über mehrere Jahre hinweg verwenden zu können. Ein Rasenmäher ist oftmals beträchtlichen Kräften ausgesetzt, was eine starke Beanspruchung mit sich bringt. Daher ist eine Konstruktion und Herstellung wichtig, die auf eine langjährige und umfassende Abnutzung ausgerichtet ist. Je nachdem über welchen Typ von Rasenmäher man verfügt, variiert der Wartungsbedarf mitunter stark. Benzinmäher müssen in der Regel am meisten gewartet werden. Teils, da ein Verbrennungsmotor mit seinen zahlreichen beweglichen Bauteilen schneller defekt wird als ein Elektromotor, teils, da der Verbrennungsmotor über mehr Kraftpotenzial verfügt, was dementsprechend auch die Ausrüstung belastet.

Rollräder

Der Rasenmäher sollte stabile und widerstandsfähige Rollräder haben, die einfach abzumontieren sind. Von Vorteil sind außerdem große Hinterräder, damit der Rasenmäher einfacher zu manövrieren ist. Ein Vorderradantrieb ist darüber hinaus besser als Hinterradantrieb, weil Rasenmäher mit Vorderradantrieb leichter zu steuern sind.

Schnittbreite

Klippbredd 219x153In Bezug auf die Schnittbreite unterscheiden sich die Rasenmäher sehr stark voneinander: je nach Modell beträgt sie zwischen 30 und 55 cm. Die Schnittbreite von billigeren Rasenmähern ist generell geringer, während teurere Rasenmäher mehr Schnittbreite haben. Je größer die Schnittbreite, desto schneller der Mähvorgang. Denn so verfügen die Rasenmähermesser über eine größere Reichweite und decken somit mehr Rasenfläche ab. Allerdings: Je größer die Schnittbreite, desto kräftiger muss auch der Motor des Rasenmähers sein. Denn je mehr Gras auf einmal gemäht werden muss, desto mehr Widerstand entsteht.

Schnitthöhe

Die Schnitthöhe der Rasenmäher variiert, beträgt in den meisten Fällen jedoch zwischen 20 mm und 80 mm. Für den Großteil ist eine Minimumhöhe von 40 mm ausreichend, da ein Rasen für gewöhnlich auch nicht kürzer gemäht werden sollte. Dies deshalb, weil ein zu kurz gemähter Rasen anfälliger für Abnutzungserscheinungen und Austrocknung ist, was für die meisten Gartenbesitzer daher nicht zu empfehlen ist. Eine nur begrenzte Schnitthöhe bei Rasenmähern stellt aus diesem Grund kaum ein Problem dar. Nur ein sogenannter Zierrasen sollte kürzer als 40 mm gemäht werden – ein solcher wird allerdings auch nicht betreten, sondern dient ausschließlich dem Schönheitsaspekt, der „Zierde“. Im Unterschied zu einem gewöhnlichen Rasen (in der Fachsprache auch Gebrauchsrasen genannt) muss ein Zierrasen äußerst behutsam gepflegt und regelmäßig und häufig mit Wasser besprengt werden. Eine minimale Schnitthöhe führt außerdem zu einem größeren Verschleiß des Schneidaggregrats und die Messer sind besonders bei unebener Fläche in einem größeren Ausmaß einer Beschädigung durch Steine und Wurzeln ausgesetzt.

Lärmpegel

Der Lärmpegel eines Rasenmähers wird sowohl von der rasenmähenden Person als auch von der Umgebung als mehr oder weniger störend empfunden. Abgesehen von der Lärmbelästigung kann der Lärm aber auch direkt gesundheitsschädlich werden. Ein Hörschädigungsrisiko hängt teils von der Höhe des Lärmpegels ab und teils davon, wie lange man dem Lärm ausgesetzt ist. Das Schwedische Zentralamt für Arbeitsumwelt (schw. Arbetsmiljöverket) richtet sich daher nach den Richtwerten in der Tabelle „Totaler täglicher Pegel für Lärmbelästigung“ Generell kann man davon ausgehen, dass ein Risiko für eine Hörschädigung für die meisten ab einem Wert von 85 dB(A) (Dezibel, A-Bewertung) entsteht. Die jeweilige Anfälligkeit variiert allerdings von Person zu Person. Im schlechten Fall kann man bereits auch ab 75–80 dB(A) Hörschäden davon tragen. Daher sollte man beim Rasenmähen Gehörschutz tragen. Eine Ausnahme bildet hier der Rasenroboter, da der Lärmpegel hier weit unter den Grenzwerten der entsprechenden Behörde liegt.

Hinsichtlich Lärmbelästigung ergeben sich bei den verschiedenen Rasenmähertypen große Unterschiede. Wie zu erwarten sind die Benzinmäher mit ihren Verbrennungsmotoren am lautesten mit einem Lärmpegel von annähernd 100 dB(A). Elektromäher sind mit ihren Elektromotoren wesentlich leiser und liegen bei einem Lärmpegel von etwa 90 dB(A). Am wenigsten Lärm verursacht der Rasenroboter mit einem Pegel von etwa 60 dB(A); nicht zuletzt deshalb, weil der Rasen hier so oft gemäht wird, dass das Gras dazwischen nicht so lang wird. Wichtig anzumerken ist hier, dass die Dezibelskala logarithmisch ist, was beispielsweise bedeutet, dass eine Lautstärke von 100 dB(A) 10 Mal so intensiv wirkt wie ein Pegel von 90 dB(A).

Manövrierfähigkeit

Die Manövrierfähigkeit eines Rasenmähers besagt, wie einfach das Gerät zu lenken und zu steuern ist. Die verschiedenen Rasenmähertypen unterscheiden sich diesbezüglich relativ umfassend voneinander. Die kleinsten und leichtesten Rasenmäher gehen zumeist am einfachsten zu steuern. Das gilt vordergründig für die Elektromäher. Andererseits sind sie – wie Staubsauger – über ein Kabel an das Stromnetz angebunden. Das ist teilweise recht mühsam, weil man das Stromkabel ständig umlegen muss, damit es nicht im Weg ist. Das ist ein Faktor, der die Manövrierfähigkeit negativ beeinträchtigt. Benzinmäher sind dagegen relativ schwer und sperrig, was sich ebenfalls negativ auf die Manövrierfähigkeit auswirkt. Dies bedeutet, dass Benzinmäher generell besser für größere Rasenflächen geeignet sind, wo die Manövrierfähigkeit weniger wichtig erscheint.

Multiclip

Multiclip beinhaltet, dass die Rasenmähermesser die Grashalme mehrmals und in mehreren Stufen zerkleinern, sodass diese sehr kurz werden und daher rascher verrotten. Diese Technik, die abgesehen von Multiclip auch Mulch-Mähen, BioClip oder Multi-Mähen genannt wird, macht das Einsammeln von Gras nach dem Mähen überflüssig. Außerdem werden Wasser und Nährstoffe aus dem gemähten Gras in den Rasen zurückgeführt. Denken Sie daran, dass man beim Multi-Mähen nicht mehr als 30 % der Grashalmlänge mähen sollte. Außerdem sollte das Gras nicht zu lang sein, damit der Rasenmäher es wieder gut zerkleinern und in den Rasen einarbeiten kann.

Seitenauswurf

Seitenauswurf bedeutet, dass der Rasenmäher an der Seite über einen Auswurf verfügt, an dem das Gras hinausgeblasen wird. Ein Seitenauswurf ist vor allem dann praktisch, wenn das Gras sehr hoch ist und der Rasenmäher dadurch nicht die Kapazität hat, das Gras entsprechend zu zerkleinern – das sogenannte Multiclip.

Sicherheit

Ein Rasenmäher wäre ohne sichere Konstruktion mit seinen scharfen Messern und seinem kräftigen Motor absolut lebensgefährlich. Glücklicherweise sind moderne Rasenmäher sicher hergestellt und manchmal sogar so sicher, dass überaktive Sicherheitsvorkehrungen Irritation auslösen. Alle Rasenmäher in unserem Test entsprechen europäischem Standard für Gerätesicherheit.

Die wahrscheinlich wichtigste Sicherheitsfunktion ist der sogenannte Totmannschalter, der während des Mähens auf dem Griff des Rasenmähers ständig einen Hebel gedrückt hält. Lässt man den Griff aus, löst sich auch der Hebel und der Rasenmäher schaltet sich automatisch ab. Beim Rasenroboter wird die entsprechende Sicherheitsfunktion dadurch aktiviert, dass er sich automatisch ausschaltet, wenn er aufgehoben wird.

Zuverlässigkeit

Selbstverständlich wünscht man sich einen zuverlässigen Rasenmäher, der immer funktioniert und niemals Probleme bereitet. Gleichzeitig ist ein Rasenmäher extremen Kräften ausgesetzt und wird oft bis zur äußersten Kapazitätsgrenze genutzt. Daher ist es nicht verwunderlich, dass ein Motorstopp während des Mähens relativ gewöhnlich ist. An einen guten Rasenmäher sollte man dennoch hohe Erwartungen stellen können. Hält man sich an die Gebrauchsanleitung, sollte der Rasenmäher auch zuverlässig sein. Ein Rasenmäher sollte darüber hinaus auch einfach zu starten sein. Alle, die Erfahrungen mit einem herkömmlichen Benzinmäher haben, der nicht in Gang zu bringen ist, wissen, wie ärgerlich das sein kann. Um das Risiko dafür zu vermeiden, verfügen viele Benzinmäher heutzutage über einen Elektrostarter.

Fangkorb

Ein Fangkorb ist ein Behälter, der auf den Rasenmäher montiert wird, um das gemähte Gras aufzufangen. Der Fangkorb wird nach dem Mähen abmontiert und am besten auf dem Kompost entleert, um zu ausgezeichnetem Mull zu werden.

Ein geräumiger Fangkorb hat natürlich den Vorteil, dass man ihn nicht so oft ausleeren muss. Praktisch ist auch ein Fenster an der Oberseite des Korbs oder eine Leuchtanzeige, damit man weiß, wann es wieder Zeit zum Entleeren ist.

Vibrationen und Erschütterungen beim Halten

Styrvibrationer 200x203Vibrierende Geräte wie Rasenmäher können Beschwerden in den Händen und Armen auslösen, da die Vibrationen zu Schädigungen der Nerven in den Händen und Armen führen. Das Risiko für eine Gesundheitsschädigung ergibt sich teils daraus, wie stark die Vibrationen sind und teils, wie lange man den Vibrationen ausgesetzt ist. Zu den verschiedensten Symptomen zählen Kribbeln, Stechen, Taubheitsgefühl und Gefühlsstörungen bis hin zu Gefühllosigkeit in den Fingern, Händen und/oder Armen. Die Beschwerden gehen oftmals vorüber, wenn man nur sporadisch Vibrationen ausgesetzt ist, beispielsweise an 1 oder 2 Stunden pro Woche. Bestimmte Personen sind jedoch anfälliger als andere und im schlechten Fall können auch geringe Vibrationen in einem relativ kurzen Zeitraum zu permanenten Schädigungen führen. Daher wünscht man sich selbstverständlich einen Rasenmäher mit möglichst wenig Vibrationen. Diese werden beim Rasenmäher normalerweise am Haltegriff gemessen und in m/s² angegeben. Um abzuschätzen, ab wann Schädigungen auftreten können, hat das Schwedische Zentralamt für Arbeitsumwelt Grenzwerte angegeben, die auch über den Zeitraum und die Stärke der Vibrationen Aufschluss geben, denen man sich aussetzen kann. Bei der niedrigsten Risikoklasse sind die Grenzwerte 8 Stunden bei Vibrationen von 2.0 m/s², 5 Stunden bei 2.5 m/s² und 1 Stunde bei 5.0 m/s². Allgemein kann man feststellen, dass Benzinmäher mit ihren kräftigen Verbrennungsmotoren am meisten vibrieren, während Elektromäher die Nutzer weniger Erschütterungen aussetzen. Für diejenigen, die Vibrationen generell vermeiden wollen, ist ein Rasenroboter natürlich die beste Wahl.