Wiper C XH

Rasenroboter mit langer Betriebszeit, aber schwachen Geländeeigenschaften

  • 2018
  • Mittel
  • Art: Lithium-Ion | Kapazität 5 Ah/25,9 V
  • ca. 120 Min/Ladezeit
  • ca. 1100 m²
  • ca. 24° (45 %)
  • 25-60 mm
  • 25 cm
  • 9,8 kg
  • Gering
  • 43 cm
  • 25 cm
  • Fest
  • Ja
  • Nein
  • Ja (Bluetooth)
Wiper C XH

Vorteile von Wiper C XH

  • Lange Betriebszeit, praktische Größe, starker Motor
  • Schwache Geländekapazität, komplizierte Installation und Einstellung der Schnitthöhe

Wiper C XH ist, gemessen an der Preisklasse, ein Rasenroboter mit einer richtig langen Betriebszeit und einem starken Motor. Solange er im Gelände nicht auf Hindernisse stößt, mäht er gut und hinterlässt ein ordentliches Resultat. Bergab bekommt er allerdings Probleme mit der Geschwindigkeitseinteilung und mäht dann auch nicht allzu zufriedenstellend. Das Gehäuse ist relativ niedrig. Der untere Teil besteht aus Gummi, der dafür sorgen soll, dass das Gerät auf unebenem Rasen nicht stecken bleibt, indem der Gummi nachgibt. Vom Design her ist der Rasenroboter ansprechend, doch praktisch gesehen funktioniert er weniger gut. Das Gerät sitzt bereits fest, wenn das vordere Rad des C XH in eine Grube gelangt. Leider kann er sich nur selten wieder daraus befreien, sondern bleibt schlitternd stehen. Viele andere Rasenroboter bewältigen diese Art von Vertiefungen, als ob sich nicht existierten. Gerade die Geländekapazität stellt bei C XH die größte Schwäche dar, weil die lange Betriebszeit dadurch kaum zur Geltung kommt. Stattdessen sitzt das Gerät fest und bleibt solange stehen, bis man das Problem entdeckt. Hier wäre eine App hilfreich, die darüber informiert, doch diese Funktion ist derzeit nicht vorhanden. Montiert man aber Räder mit Spikes, läuft das Gerät wie ein nagelneuer Rasenmäher. Die Geländekapazität erhöht sich dann derart, dass wir der Meinung sind, dass sie standardmäßig angebracht sein sollten. Ein Vorteil von C XH ist, dass er sich, wenn er festsitzt, automatisch ausschaltet, anstatt den Akku zu verschwenden. Man muss ihn daher nicht unmittelbar zur Ladestation bringen, wenn man ihn aus so einer Situation befreit hat, was bei vielen anderen Rasenmähern der Fall ist.

Wiper C XH kann leider nicht als sonderlich benutzerfreundlich angesehen werden, vor allem nicht in Relation zur Konkurrenz. Sowohl der Anschluss an die Ladestation, die Programmierung des Rasenroboters als auch die Einstellung der Schnitthöhe sind unmodern. Das Anschließen erfolgt, indem man die Drähte des Begrenzungskabels abisoliert und direkt in den Anschluss steckt. Es ist auch nicht deutlich gekennzeichnet, welches Ende zu welchem Anschluss gehört. Die Programmierung selbst geht über ein zweizeiliges Display vor sich, auf dem Wörter aus Platzgründen manchmal abgekürzt werden. Ein Durchschnittsbürger benötigt für Einstellungen jedes Mal die Bedienungsanleitung, da die Tasten nicht selbsterklärend sind und außerdem verschiedene Funktionen haben. Die Schnitthöhe muss mithilfe eines Werkzeugs eingestellt werden, anstatt manuell über ein Rädchen oder eine elektronische Option. Das ist für den ansonsten so kraftvollen und praktischen kleinen Rasenroboter schade. Wenn er in Gang ist, leistet er aber gute Arbeit und hält den Rasen in Schuss. Er bewältigt auch verschiedene Situationen, wie beispielsweise heruntergefallene Äste längs des Begrenzungskabels, aufgrund derer er einen U-Turn unternehmen muss, um nach Hause zu kommen. Wiper C XH kommt auf unkomplizierten, richtig ebenen Grasflächen mittlerer Größe zur Geltung.